seit 1922: Lehre und Forschung für den Gartenbau in Pillnitz
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1920–22
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Verlegung der höheren gärtnerischen Ausbildung von Laubegast nach Pillnitz: Unterricht in Gebäuden der „Staatlichen Versuchs- und Beispielsgärtnerei“ und des Schlosses, zugleich Aus- und Umbau des Marstalles und anderer Nebengebäude zu Schulgebäuden und zu Wohnheimplätzen |
1922
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Gründung der „Höheren Staatslehranstalt für Gartenbau“ in Pillnitz
an der Elbe. 1. Direktor: Ökonomierat Prof. Dr. Otto Schindler
- 2-jährige Ausbildung zum „Staatlich geprüften Gartenbautechniker“ nach 3-jähriger Praxis
- 2. staatliche Prüfung zum „Staatlich geprüften Gartenbauinspektor“ möglich, auch Ausbildung zum „Staatlich geprüften Gartenbaulehrer“ und Durchführung verschiedener Lehrgänge
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1939
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Vereinigung der Lehranstalt mit der „Versuchs- und Beispielsgärtnerei“ zur „Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau und höhere Gartenbauschule“ Pillnitz an der Elbe Leitung: Prof. Dr. Reinhold |
1942
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Schließung der Gartenbauschule infolge des Krieges, nur noch Forschungsaufgaben |
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Luftbild mit den Gebäuden und Flächen der Partner im Grünen Forum Pillnitz
© P. Sebb / HTW Dresden 2009
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1945
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2. März: Zerstörung einiger Gebäude durch einen Luftangriff |
Denkschrift nach Kriegsende zur Neugestaltung der „Versuchs- und Forschungsanstalt und höheren Fachschule für Gartenbau und Gartengestaltung zu Pillnitz“ |
1946
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Wiederaufnahme von Lehrgängen und der Technikerausbildung |
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1950
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Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau Dresden-Pillnitz:
Verlängerung der Ausbildung auf 3 Jahre
Neuer Titel: „Gartenbauingenieur“, erstmals 1953 verliehen
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1951
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Organisatorische Trennung der Forschungsanstalt von der Fachschule und Gründung des Institutes für Gartenbau und der Fachschule für Gartenbau |
1952
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Das Institut für Gartenbau wird der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR als „Institut für Gartenbau Dresden-Pillnitz der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften“ zugeordnet
Direktor von 1956 bis 1974: Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Friedrich |
1953
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Vereinigung der Fachschule für Gartenbau mit der 1952 in Pillnitz gegründeten Fachschule für Landwirtschaft zur „Fachschule für Landwirtschaft und Gartenbau“ Dresden-Pillnitz |
1955
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Einweihung des Schulneubaus an der Söbrigener Straße mit Wohnheim und Mensa |
1960
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Einführung eines vierjährigen Fernstudiums neben dem dreijährigen Direktstudium zum Gartenbauingenieur |
1962
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Ausgliederung der Abteilung Gemüsebau aus dem Institut
Umbenennung in „Institut für Obst- und Zierpflanzenbau Dresden-Pillnitz der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften“ |
1963
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Auflösung der „Fachschule für Landwirtschaft und Gartenbau“ in Pillnitz, weil in den Gebäuden ein „Institut für Landwirtschaft der SED“ eingerichtet wurde.
Aus der Abteilung Gartenbau der Fachschule wird die „Fachschule für Gartenbau Dresden, Sitz Bannewitz“ im Schloß Nöthnitz am Südrand von Dresden gebildet. |
1965
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Ausgliederung der Abteilung Zierpflanzenbau aus dem Institut.
Umbenennung in „Institut für Obstbau Dresden-Pillnitz der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften“. |
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1970
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Zuordnung der Abteilung Obstzüchtung des Instituts für Acker- und Pflanzenbau Müncheberg an das Institut für Obstbau.
Umbenennung in „Institut für Obstforschung der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR“. |
1971
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Spezialisierung zur „Ingenieurschule für Zierpflanzenwirtschaft“ Bannewitz:
- Ausbildung von Gartenbauingenieuren im Direkt- und Fernstudium
- Ausbildung von Blumenbindemeistern
- Ausbildung von Gärtnermeistern
- Weiterbildungslehrgänge
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1989
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November: Denkschrift zur Begründung der Rückkehr der Fachschule an ihren traditionsreichen Ausgangsort in Dresden-Pillnitz |
1990
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Auflösung der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR, Zuordnung des Instituts für Obstforschung zum Freistaat Sachsen |
„1. Pillnitzer Gärtnertage“ auf dem Gelände und im Gebäude der Schule in der Söbrigener Straße |
Rückkehr der Fachschule in die Schulgebäude an der Söbrigener Straße und am Pillnitzer Platz dank des großen Engagements von Schülern, Lehrern und basisdemokratischen Kräften aus Pillnitz |
Umbenennung in „Ingenieurschule für Gartenbau und Landwirtschaft“, Beginn der zweijährigen Technikerausbildung und der einjährigen Fachschule zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung |
Gründung des „Deutschen Institutes für Floristik e.V.“ für die bundesweite Aus-, Fort- und Weiterbildung im floristischen Bereich als Verein, dessen Mitglieder die Landesverbände der Floristen sind. |
1991
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Gründung der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, 1. Präsident: Herr Gülde
Im Juli erste Gärtnermeisterprüfungen in Dresden-Pillnitz nach bundesdeutschem Recht durch die zuständige Stelle, dem Regierungspräsidium |
Neugründung des Verbandes ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V. |
Beendigung der Tätigkeit des Instituts für Obstforschung auf der Grundlage des Einigungsvertrages zum 31.12.1991 |
1991/92
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Einbau moderner Lagerzellen in das Lagerhaus am Versuchsfeld |
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1992
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Folgende neu gegründete Einrichtungen nehmen die Arbeit auf:
- Institut für Gartenbau mit Lehranstalt Dresden-Pillnitz als Teil der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
- Institut für Obstzüchtung Dresden-Pillnitz der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ)
- Außenstelle Pillnitz im Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft Braunschweig
- Genbank Obst im Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben
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Jubiläumsveranstaltung „100 Jahre gärtnerische Ausbildung in Dresden – 70 Jahre gärtnerische Forschung und Lehre in Pillnitz“ |
Beginn der Überbetrieblichen Ausbildung am Standort Pillnitz für den Beruf Gärtner in den 7 Fachrichtungen im Freistaat Sachsen |
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1993
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Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) eröffnet den Fachbereich Pillnitz mit den Studiengängen Gartenbau, Landespflege und Landwirtschaft. Damit werden wieder Gartenbauingenieure ausgebildet. |
Umbau des Gebäudes II in der Söbrigener Str. 3a, Gewinnung neuer Unterrichtsräume und des Zeichensaales sowie von Arbeitsplätzen für das Referat Landespflege |
Vereinigung des Verbandes ehemaliger Dresden-Pillnitzer mit dem in den Jahren der Spaltung Deutschlands in der Bundesrepublik weiter existierenden Freundeskreis ehemaliger Dresden-Pillnitzer |
1995
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Offizielle Errichtung der einjährigen Fachschule für Gartenbau und der zweijährigen Fachschule für Technik durch das Sächsische Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten.
Träger ist die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft. |
Gründung der „Sächsischen Gartenakademie“ im Fachbereich Gartenbau und Landespflege mit Lehranstalt Dresden-Pillnitz mit Sitz im Gebäude der Lehranstalt im Beisein von Herrn Staatsminister Dr. Jähnichen. |
Einweihung der neuen Räume des Deutschen Instituts für Floristik im ehemaligen „Gustavheim“ in Dresden-Niederpoyritz. |
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Festakt im Schloss Pillnitz zur Gründung des Fachbereichs Pillnitz der HTW Dresden am 20.10.1993
© P. Sebb / HTW Dresden
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1996
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Übergabe der ehemaligen Speise- und Umkleideräume der Lehr- und Beispielsgärtnerei nach der Grundinstandsetzung an den Fachbereich Gartenbau und Landespflege der LfL als Prüfstelle für Qualitätswein |
Grundsteinlegung für die Lehr- und Übungsgewächshäuser auf dem Gelände der ehemaligen Versuchs- und Beispielsgärtnerei durch den Staatsminister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Herrn Dr. Jähnichen |
Durch das Rahmenkonzept für die Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 12.06.1996 wird der Erhalt des Instituts für Obstzüchtung der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen am Standort Pillnitz festgeschrieben. |
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Innenhof des HTW-Campus am Pillnitzer Platz 1: Links Seminargebäude, rechts Hörsaalgebäude
© P. Sebb / HTW Dresden 2012
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Mitschurinbau am Pillnitzer Platz 2 mit Labor- & Büroräumen der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie
© P. Sebb / HTW Dresden 2012
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1997
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April: Beginn der Um- und Neubauarbeiten an den Gebäuden Pillnitzer Platz 1 für die Nutzung durch den Fachbereich Landbau/Landespflege der HTW Dresden |
17. Juni: Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufrechterhaltung des Instituts für Obstzüchtung am Standort Dresden-Pillnitz. Der Freistaat verpflichtet sich u.a. zum Herrichten des Laborgebäudes. |
Festveranstaltung „75 Jahre gärtnerische Fortbildung und Versuchstätigkeit für Gartenbau in Dresden-Pillnitz“ in der Aula der Fachschule |
Einweihung der neuen Lehr- und Übungsgewächshäuser für die Überbetriebliche Ausbildung durch die Präsidentin der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Frau Prof. Dr. Irene Schneider-Böttcher |
Einweihung der Bibliothek der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Kammergut Pillnitz mit über 60.000 Fachbüchern und Zeitschriften. Die Schulbibliothek wird als Bestandteil dieser Bibliothek übernommen. |
Grundsanierung des Wohnheims der Fachschulen |
1998
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Sprengung des 60 m hohen Schornsteins am Kohleheizhaus und folgender Abriss des Heizhauses |
12. November: Einweihung des Seminar- und Hörsaalgebäudes Pillnitzer Platz 1, Umzug des Fachbereiches Landbau/Landespflege der HTW Dresden an den Pillnitzer Platz |
1998/99
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Sanierung und Renovierung des Gebäudes Söbrigener Straße 3a der Fachschulen |
1999
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3. März:
Eröffnung der Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft an der HTW durch Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf |
Beginn der Baumaßnahmen am Laborgebäude des Instituts für Obstzüchtung der BAZ, Pillnitzer Platz 3a, finanziert durch den Freistaat Sachsen |
Beginn der umfangreichen Bauarbeiten am Steffenbau zur Nutzung durch die Überbetriebliche Ausbildung für den Beruf Gärtner |
Pillnitzer Cyclamenschau in der Orangerie im Schlosspark, getragen vom Verband ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V.: Anknüpfend an die über 50-jährigen Erfahrungen (vorher in Laubegast) werden neue Sorten in Pillnitz vorgestellt |
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2000
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Abschluss der Sanierungsarbeiten am Mitschurinbau (Pillnitzer Platz 2) des Fachbereiches Landbau/Landespflege der HTW. |
Richtfest für die Versuchsgärtnerei der LfL und HTW an der Lohmener Straße in Anwesenheit von Herrn Staatsminister Steffen Flath. |
13. Juli: Offizielle Inbetriebnahme des Laborgebäudes des Instituts für Obstzüchtung der BAZ nach umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am durch den Leiter der Bundesanstalt, Herrn Dir. Prof. Dr. Neumann. |
Beginn der Baumaßnahmen für die Versuchsgewächshausanlage (einschließlich Funktionsgebäude) des Instituts für Obstzüchtung der BAZ auf dem Gelände der ehemaligen Königlichen Hofgärtnerei, finanziert durch den Bund. |
Beschluss der Mitgliederversammlung des Deutschen Instituts für Floristik e.V. zu dessen Auflösung. |
2001
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Inbetriebnahme der Versuchsgärtnerei der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft |
8. August: Feierliche Einweihung des sanierten Steffenbaus in Gegenwart des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Steffen Flath, und des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Herrn Dr. Thalheim |
27. September: Inbetriebnahme der Aula als Informationszentrum für die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft anlässlich des Fachkolloquiums zum 10-jährigen Bestehen der Landesanstalt |
Zum Ende des Jahres wird der Gewächshauskomplex des Instituts für Obstzüchtung der BAZ in Betrieb genommen, zunächst das Funktionsgebäude. Etwas später werden die Gewächshausanlage als Kabinengewächshaus mit einer Gesamtnutzfläche von 1.548 m² und einer individuellen, automatisch gesteuerten Kulturführung in jeder Kabine sowie der Außenbereich mit Freilandkulturflächen fertig gestellt. |
2002
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September: Abschluss der Umbauarbeiten an der „Alten Schmiede“ am Pillnitzer Platz 1. Nutzung als GaLaBau-Werkstatt und ökologisches Labor durch den Fachbereich Landbau/Landespflege der HTW Dresden. |
2003
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Zum 1. Januar erfolgt auf Beschluss der Bundesministerien die Integration der Aufgaben der Genbank Obst des IPK zur Sammlung, Erhaltung und Evaluierung obstgenetischer Ressourcen in das Forschungsprogramm des Instituts für Obstzüchtung der BAZ. |
2008
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Die Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ) wird zum Julius-Kühn-Institut (JKI) |
Zusammenschluss der Landesanstalt für Landwirtschaft und des Landesamtes für Umwelt und Geologie zum Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) |
Gründung des „Grünen Forums Pillnitz“ mit den Kooperationspartnern LfULG, JKI, Schloss & Park Pillnitz sowie HTW Dresden |
2015/16
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HTW Dresden: Zusammenschluss der Fakultät Landbau/Landespflege mit dem Bereich Chemieingenieurwesen zur Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie |
2018
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Fertigstellung des restaurierten Kammeyergartens am Pillnitzer Platz 2
Nutzung als „Freilandlabor“ in Lehre und Forschung der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie |
2022
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2. Juni: Jubiläumsveranstaltungen „100 Jahre Lehre und Forschung für den Gartenbau in Dresden-Pillnitz“ in der Aula der Fachschule und der Orangerie im Schlosspark |
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Baustelle am neu errichteten Venlo-Gewächshaus der HTW Dresden im Juli 2000
© P. Sebb / HTW Dresden 2000
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Alte Schmiede am Pillnitzer Platz 1
© P. Sebb / HTW Dresden 2012
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Pillnitzer Platz und Pillnitzer Königlicher Weinberg
© P. Sebb / HTW Dresden 2009
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Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
Julius Kühn-Institut (JKI) für Züchtungsforschung an Obst
Schloss und Park Pillnitz
HTW Dresden: Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie
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Gartenbau-Studium an der HTW Dresden in Pillnitz
Absolventenverband ehemaliger Dresden-Pillnitzer
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Broschüre des LfULG zum Jubiläum |
Aktualisiert von Volker Birth
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