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Die deskriptive Statistik ist ein weites Feld, benötigt aber fast ausschließlich triviale Mathematik (bzw. nur “Rechnen”). Die meisten Verfahren sind intuitiv klar und lassen sich bei Bedarf leicht aus der Literatur erarbeiten.

9.2.1Kenngrößen

Zur Beschreibung einer konkreten Stichprobe (x1,…,xn)(x_1,\ldots,x_n) zu einer durch die Zufallsgröße XX beschriebenen Grundgesamtheit können verschiedene Kenngrößen herangezogen werden.

Der empirische Erwartungswert (oder Mittelwert) ist das arithmetische Mittel der Stichprobenwerte:

x‾:=1n ∑k=1nxk.\overline{x}:=\frac{1}{n}\,\sum_{k=1}^n x_k.

Die empirische Varianz ist

1n2 ∑k=1n(xk−x‾)2.\frac{1}{n^2}\,\sum_{k=1}^n(x_k-\overline{x})^2.

Der Median der Stichprobe ist das Element, welches nach Sortieren der Elemente in der Mitte steht. Bei geradem Stichprobenumfang ist der Median das arithmetische Mittel der beiden mittleren Elemente.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Kenngrößen zur Beschreibung von (großen) Stichproben durch einzelne Zahlen, auf die wir hier nicht weiter eingehen. Siehe Wikipedia-Artikel Parameter (Statistik) für einen Überblick.

9.2.2Histogramme

Ein Histogramm ist eine (meist grafische) Zusammenfassung der Werte einer Stichprobe. Die einzelnen Werte werden entsprechend ihrer Größe in Klassen eingeteilt. Die Anzahl der Elemente pro Klasse gibt Aufschluss über die Werteverteilung ohne jeden einzelnen Wert direkt betrachten zu müssen.

Sind die Daten zweidimensional, d.h. die Grundgesamtheit wird durch einen Zufallsvektor (X,Y)(X,Y) repräsentiert und jedes Stichprobenelement ist ein Punkt in der Ebene, so kann man auch zweidimensionale Histogramme betrachten. Diese Form der Visualisierung, die insbesondere bei Geodaten gern verwendet wird, ist als Heat-Map in der Literatur zu finden.