Verein "Dr. Maria Reiche - Linien und Figuren der Nasca-Kultur in Peru" e.V.

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Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH)
Fachbereich Vermessungswesen/Kartographie

"Konzeption und Erstellung von Darstellungsmodellen und
Kartenlayouts im NazcaGIS"

Diplomarbeit: Berit Rohark
Gutachter: Prof. Dr. Bernd Teichert

Bisher konnte man die Entdeckungen und Funde der Nazcaebene als so gut wie unvergänglich bezeichnen. Doch nun muss man davon ausgehen, dass dieses kulturelle Erbe längst vergangenener Kulturen, für uns, nicht mehr für immer zugänglich bleibt.
Wie schon so oft hat es der Mensch geschafft durch Unachtsamkeit, Unwissenheit und Sensationslust wichtige Dinge für immer zu zerstören. So auch in der Nazcaebene. Die dort gefundenen Scharrzeichnungen sind teilweise so sehr zerstört worden, dass sie nicht mehr rekonstruiert werden können. Doch nicht nur der Mensch ist schuldig an diesem Verfall, auch zunehmende Klimaveränderungen in Peru haben Teil an der stetigen Zerstörung.

Deshalb ist es wichtig, alles daran zu setzen, die Figuren zu schützen und zu erhalten.
Der ersten Schritt dafür war die Erklärung der Pampa als Weltkulturerbe, für die sich besonders Maria Reiche einsetzte. Jedoch kann man deshalb keine unmittelbaren Forschungen am Objekt mehr betreiben, zumindest ist es sehr schwierig sich die notwendigen Genehmigungen zu beschaffen.Deshalb gibt es die Möglichkeit der Erhaltung der Linien und Figuren wenigstens in digitaler Form.
So wird die nachfolgende Forschung an den Geoglyphen gesichert, auch wenn sie eventuell irgenwann nicht mehr existieren.

Ziel:

Die Aufgabe dieser Diplomarbeit bestand daher darin, das Gebiet um die Pampa von Nazca herum in ein Datenmodell zu speichern und verschiedene Darstellungsmodelle in unterschiedlichen Maßstäben bereitzustellen.
Die fertigen Pläne sollten dann zu Übersichtszwecken und zur Orientierung dienen.
Hauptziel der DA war es das bisher etwas karg aussehende Darstellungsmodell der Nazcaebene mit administrativen Daten zu füllen. Zur Administration wurden Straßen, Ortschaften mit Gebäuden, Gewässer, Landnutzungsflächen, Höheninformationen sowie Wasserversorgungs- und Einzelobjekte gezählt.
 

Abbildung1: Anfangszustand der Datenbank (altes Datenmodell)

 
Die Abbildung 1 zeigt den Datenbankbestand zu Beginn der Diplomarbeit an. Der Ausgangszustand beinhaltete einige Flüsse und die Panamericana als einfache Linien sowie einige Ortschaften als ungenaues Umringspolygon. Diese Objekte hatten bis auf einige Geoglyphendarstellungen keine korrekte Lage.

Abbildung2: Auszug aus dem vorläufigen Endzustand M 1:50.000
(Provinz Palpa mit den Distrikten Rio Grande, Palpa und Llipata)
Die Abbildung 2 zeigt den Datenbankbestand zum Ende der Diplomarbeit an. Durch Digitalisierung von aus Peru mitgebrachten Karten konnten neue Objekte erzeugt werden.
Diese wurden nun in einem Darstellungsmodell organisiert und abgespeichert. Danach bekamen alle Objekte in einem Darstellungsmodell ein bestimmtes Aussehen.
Diese Darstellungsdefinition wird nun bei jedem Bildaufbau verwendet. Lediglich die Geoglyphen wurden aus dem alten Datenmodell (siehe Abbildung 1 verwendet).

Arbeitsmittel

  • Autodesk® Map 5
  • c-plan TopobaseTM
  • SQL Plus
  • MS Excel

 
Dresden, Februar 2004