Führen ein konkretes Verfahren zur numerischen Integration ein, welches uns gelegentlich gute Dienste leisten wird, insbesondere auch für das Lösen partieller Differentialgleichungen. Für einen anderen Ansatz und zusätzliche theoretische Untermauerung sei auf die Veranstaltung zur numerischen Mathematik verwiesen.
Dabei sind c1,…,cn∈R die von f abhängenden Koeffizienten und b1,…,bn:[a,b]→R von f unabhängige Funktionen.
Aus den Eigenschaften des Integrals (Linearität!) folgt sofort
Die Idee, allgemeine Funktionen als Linearkombinationen von zweckmäßig gewählten Basisfunktionen darzustellen, ist im wissenschaftlichen Rechnen weit verbreitet, sodass im Folgenden auch über die Bedürfnisse der numerischen Integration hinausgehende Beispiele für Basisfunktionen genannt werden.
erhält man sehr glatte Approximationen von f, wobei σ>0 ein Parameter zur Steuerung der Glockenbreite ist. Da sich die Träger (Intervalle mit von Null verschiedenen Funktionswerten) der Basisfunktionen überlappen, können die Koefficienten ci zur Darstellung von f nicht direkt aus f abgelesen werden. Stattdessen ist ein lineres Gleichungssystem zu lösen:
Für glatte Funktionen f:[a,b]→R, die einen Ausschnitt einer periodischen Funktion darstellen, also f(a)=f(b) erfüllen, bietet sich die sogenannte Fourier-Basis an. Zur Vereinfachung der Formeln wird diese gern anders indiziert:
Für die Berechnung der Koeffizienten aus endlichen vielen Funktionswerten von f existieren sehr effiziente Algorithmen (Schnelle Fourier-Transformation).
Wavelets sind Funktionen, aus denen man durch systematisches Skalieren und Verschieben Funktionensysteme mit ähnlichen Eigeschaften wie der Fourier-Basis gewinnen kann:
beste Approximation im Sinne des integrierten quadratischen Fehlers,
Berechnung der Koeffizienten mittels sehr effizienter Algorithmen,
Kodierung grober Strukturen in den ersten Koeffizienten, Details in den späteren.
Jedoch bieten Wavelet-Basen viel mehr Freiheiten, da sie nicht zwingend im Frequenzbereich arbeiten (und damit stets überall im Ortsbereich wirken würden), sondern auch lokal im Ortsbereich Manipulationen erlauben.
Das einfachste Beispiel für Wavelets sind die Haar-Wavelets, welche ein Spezialfall der häufig verwendeten Daubechies-Wavelets sind.
gesucht, so muss (theoretisch) für jedes z eine numerische Integration von f über dem Intervall [a,z] durchgeführt werden.
Praktisch sind wir nur an F(z) für endlich viele z=zi mit a=:z0<z1<⋯<zn:=b interessiert. Wegen F(z0)=0 sollen also n Werte bestimmt werden.
Wurde f auf [a,b] mittels n Basisfunktionen diskretisiert, so besteht zwischen den Koeffizienten c1,…,cn und den gesuchten Funktionswerten F(z1),…,F(zn) ein linearer Zusammenhang
geschrieben werden kann.
Üblicherweise wählt man die Basisfunktionen so, dass diese zu den Integrations Grenzen z1,…,zn passen, also z.B. stückweise lineare Hütchenfunktionen zu den Punkten z1,…,zn oder auf den Intervallen [zi,zi+1 konstante Basisfunktionen.