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Lösen ein stationäres Wärmeleitproblem in der Ebene mittels FEM. Dabei bedeutet “stationär”, dass wir nicht die zeitliche Entwicklung simulieren, sondern den nach hinreichend langer Wartezeit vom betrachteten physikalischen System eingenommenen Zustand. Sind Wärmezufluss und -abfluss in einem Körper über einen langen Zeitraum konstant, so wird sich eine stabile Temperaturverteilung im Körper einstellen. Dieser stabile Zustand soll simuliert werden.

12.1Modell

Sei BR2B\subseteq\bbR^2 die Querschnittsfläche eines Kühlkörpers (z.B. einer CPU). Am unteren Rand

Γ2:={(x,0):  x[1,1]}\Gamma_2:=\{(x,0):\;x\in[-1,1]\}

erfolgt ein zeitlich konstanter Wärmeeintrag

g2(x,0):=1x2.g_2(x,0):=1-x^2.

Am restlichen Rand Γ1\Gamma_1 liegt die Umgebungstemperatur stets bei

g1(x,y)=20g_1(x,y)=20

(Luftstrom). Im Inneren des Kühlkörpers gilt

Δu=0\Delta u=0

für die Temperatur u:BRu:B\to\bbR.

12.2Schwache Formulierung

Die schwache Formulierung erhalten wir als spezialfall der schwachen Formulierung der Poisson-Gleichung:

Finde u0Vu_0\in V, sodass

Bu0vdb=Γ2g2vdsBu1vdb\int_B \nabla u_0\circ\nabla v\diff b=\int_{\Gamma_2}g_2\,v\diff s-\int_B \nabla u_1\circ\nabla v\diff b

für alle vVv\in V gilt. Dabei ist

V:={vH1(B):  v(x)=0 fu¨xΓ1}V:=\{v\in H^1(B):\;v(x)=0\text{ für }x\in\Gamma_1\}

und u1H1(B)u_1\in H^1(B) ist eine Funktion, die auf Γ1\Gamma_1 gerade g1g_1 entspricht. Die gesuchte Lösung ist dann

u:=u0+u1.u:=u_0+u_1.

12.3Gebietszerlegung

wird fortgesetzt...