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Der Begriff der Funktion wurde bereits eingeführt (vgl. Spezialfall: Funktionen).

4.4.1Sprachliche Aspekte

Funktionen sind ein fundamentales sprachliches Mittel in der Mathematik, welches vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Um in dieser Vielfalt nicht die Orientierung zu verlieren, ist präzises Formulieren wichtig!

Funktionen (und allgemeinere Abbildungen) sind ein sprachliches Konstrukt, das auch von Computern verstanden wird. Dort sind Funktionen fast so elementar wichtig wie in der Mathematik. Das obige Beispiel kann am Computer wie folgt umgesetzt werden (beachte, dass man statt ff und gg aussagekräftigere Bezeichnungen wählen sollte):

2.23606797749979
2.23606797749979
2.23606797749979
---------------------------------------------------------------------------
TypeError                                 Traceback (most recent call last)
Cell In[1], line 21
     17 # alternativ
     18 punkt1 = (1, 1)
     19 punkt2 = (3, 2)
     20 print(abstand_punkte(punkt1, punkt2))
---> 21 print(abstand_koord(punkt1, punkt2))  # Zeile führt zu Fehlermeldung!

TypeError: abstand_koord() missing 2 required positional arguments: 'x2' and 'y2'

Beachte, dass punkt1 und punkt2 in der Definition der Funktion abstand_punkte lokale Variablen sind, im alternativen Aufruf weiter unten dann aber globale Variablen. Auch wenn diese Unterscheidung nicht zum Kernbereich dieser Veranstaltung gehört, sondern den Programmiergrundlagen zuzuordnen ist, sei zum besseren Verständnis die (kurze) Lektüre von Local versus Global Names empfohlen.

4.4.2Visualisierung

Funktionen werden gern grafisch dargestellt, da viele Eigenschaften (die wir später näher untersuchen werden) leicht aus grafischen Darstellungen abgelesen werden können. Unter Nutzung des Computers sind auch komplexere, insbesondere dreidimensionale Visualierungen möglich. Visualisiert wird der Graph der Funktion, also eine Menge von Punkten in einem Koordinatensystem.

Für zweidimensionale Darstellungen eignet sich das Python-Paket Matplotlib sehr gut. Für dreidimensionale Darstellungen gibt es eine Erweiterung für Matplotlib (mpl_toolkits.mplot3d), jedoch bietet Plotly mehr Möglichkeiten.

Beachte, dass die Darstellung am Computer praktisch immer durch Auswerten der Funktion an endlich vielen Stützstellen (d.h. Werten für xx) erfolgt. Die entstehenden Punkte werden dann durch Geradenstücke verbunden. Ist die Stützstellenanzahl zu gering gewählt, kann die grafische Darstellung stark vom tatsächlichen Funktionsverlauf abweichen.

Bei der Visualisierung von Funktionen zweier Veränderlicher ist zu beachten, dass die Anzahl der Stützstellen nicht zu hoch gewählt wird. Wählt man beispielsweise in beiden Variablen je 100 Stützstellen, so entsteht ein zweidimensionales Gitter aus 10000 Punkten. Die Funktion wird also für die Visualisierung an diesen 10000 Stellen ausgewertet. Insbesondere die 3D-Darstellung von über 10000 Einzelobjekten, aus denen die Grafik im Webbrowser dann zusammengesetzt wird, kann den Webbrowser an seine Leistungsgrenzen bringen.

Die Möglichkeiten der Visualisierung sind nahezu grenzenlos. Wichtig ist, dass beim Betrachten einer Visualisierung einer Funktion stets geklärt wird, was eigentlich dargestellt ist! Dass die grafische Darstellung nicht nur auf zahlenwertige Funktionen beschränkt ist, zeigt das nächste Beispiel.

4.4.3Einfache Eigenschaften

Betrachten einige Eigenschaften von Funktionen, deren Vorhandensein gelegentlich vorteilhaft ausgenutzt werden kann.

4.4.3.1Monotonie und Umkehrfunktion

Die Monotonie von Funktionen spielt vor allem bei zwei Tätigkeiten eine Rolle: dem Lösen von Gleichungen und dem Umformen von Ungleichungen.

Soll eine Gleichung der Form

f(x)=yf(x)=y

für gegebenes yRy\in\bbR gelöst werden und weiß man, dass die Funktion im Suchbereich für xx (das kann z.B. ein Intervall oder ganz R\bbR sein) streng monoton ist, so kann man die Umkehrfunktion f1f^{-1} bilden und damit die Lösung direkt berechnen:

x=f1(y).x=f^{-1}(y).

Für nicht streng monotone Funktionen ist die Sache schwieriger, da dann mehrere Lösungen existieren können, die nicht über die (dann nicht existierende) Umkehrfunktion berechnet werden können. Dieser Aspekt ist sowohl beim manuellen Rechnen als auch beim Lösen von Gleichungen mit dem Computer relevant.

Gelegentlich möchte/muss man Ungleichungen umformen. Dabei ist zu beachten, dass manche Umformschritte, die bei Gleichungen zu einer äquivalenten Gleichung führen, bei Ungleichungen nur mit Vorsicht zu nutzen sind. Beispielsweise muss bei der Multiplikation beider Seiten der Ungleichung mit einer negativen Zahl das Relationszeichen “gedreht” werden (aus \leq wird \geq und umgekehrt; analog für strenge Ungleichheit). Allgemein gilt:

Für weitere Beispiele und Erläuterungen zur Monotonie von Funktionen sei auf das entsprechende OMB+-Kapitel verwiesen.

4.4.3.2Periodizität

Ist TT eine Periode einer Funktion, so genügt die Betrachtung der Funktion auf dem Intervall [0,T)[0,T). Auf dem Rest der reellen Achse ist das Verhalten der Funktion vollständig durch ihr Verhalten auf diesem Intervall bestimmt.

Wichtige periodische Funktionen sind die Sinus- und die Cosinus-Funktion (siehe unten) sowie darauf basierende komplexere Funktionen.

4.4.3.3Beschränktheit

4.4.3.4Nullstellen

Die Frage nach den Nullstellen einer Funktion ist eng verknüpft mit dem Lösen von Gleichungen

f(x)=y,f(x)=y,

wobei yRmy\in\bbR^m gegeben und xRnx\in\bbR^n gesucht ist. Solche Gleichungen kann man als

g(x)=0g(x)=0

schreiben, wenn man g(x):=f(x)yg(x):=f(x)-y setzt. Beim Lösen von Gleichungen mit dem Computer stehen oft nur Funktionen für die Nullstellenbestimmung zur Verfügung, sodass Gleichungen, wie eben gezeigt, entsprechend umgeformt werden müssen.

Nullstellen von Funktionen können beispielsweise mit scipy.optimize.fsolve aus dem Python-Paket SciPy numerisch berechnet werden. Beachte, dass stets nur eine Nullstelle geliefert wird, auch wenn es mehrere gibt. Welche Nullstelle man erhält, kann man durch Vorgabe einer groben Schätzung der Nullstelle steuern.

Das symbolische Lösen von Gleichungen ist mit SymPy möglich. Für das obige Beispiel:

[-1/2 + sqrt(3)/2, -sqrt(3)/2 - 1/2]

Beim symbolischen Rechnen erhält man üblicherweise alle Lösungen. Jedoch werden nicht immer Lösungen gefunden, obwohl sie existieren. Beim numerischen Rechnen hingegen erhält man praktisch immer wenigstens eine Lösung (sofern eine existiert).

4.4.4Grenzwerte

Die Betrachtung von Grenzwerten bei Funktionen spielt eine zentrale Rolle in der Mathematik und ihren Anwendungen. So basiert z.B. der in Physik und anderen (Natur-)Wissenschaften ganz grundlegende Begriff der Differenzierbarkeit einer Funktion auf der Betrachtung gewisser Grenzwerte.

Grenzwerte bei Funktionen sind sehr ähnlich zu Grenzwerten bei Zahlenfolgen, jedoch gibt es unterschiede im Detail, denn der kontinuierliche Charakter der reellen Zahlen erlaubt auch andere Grenzübergänge als nur “\to\infty”.

Nicht jede Funktion hat Grenzwerte im Unendlichen. Beispielsweise existieren die beiden Grenzwerte nicht für (nicht konstante) periodische Funktionen. Auch können die Grenzwerte \infty oder -\infty sein; in diesem Fall sagt man ebenfalls, dass die Grenzwerte nicht (als Zahl) existieren.

Ein relativ häufiges Phänomen sind Funktionen mit Polstellen. Für eine Funktion f:[a,b]{u}Rf:[a,b]\setminus\{u\}\to\bbR heißt uu Polstelle, wenn die einseitigen Grenzwerte bei Annäherung an diese Stelle nur im Sinne von ±\pm\infty existieren. Da Funktionen in der Praxis fast immer Messgrößen (Temperatur, Länge, Druck, Kosten,...) beschreiben, erscheinen Polstellen eher unnatürlich und deren Auftreten entsprechend unwahrscheinlich. Sie sind jedoch ein wichtiges Modellierungswerkzeug!

Der Begriff des Grenzwerts spielt auch bei Funktionen mehrerer Veränderlicher eine Rolle. Dann ist jedoch nur der (allseitige) Grenzwert bei Annäherung an eine Stelle x0Rnx_0\in\bbR^n sinnvoll einführbar. Die dazu benötigte Konvergenz einer Punktfolge (xk)kN(x_k)_{k\in\bbN} in Rn\bbR^n gegen x0x_0 ist gleichbedeutend mit der Konvergenz jeder einzelnen Koordinatenfolge (vgl. auch Aufgabe 3.6(c) in Übung 3). Schreiben wir jeden Punkt xkx_k als

xk=(xk(1),,xk(n))Rn,x_k=(x_k^{(1)},\ldots,x_k^{(n)})\in\bbR^n,

so bedeutet limkxk=x0\lim_{k\to\infty}x_k=x_0 also, dass

limkxk(l)=x0(l)\lim_{k\to\infty}x_k^{(l)}=x_0^{(l)}

für jedes l{1,,n}l\in\{1,\ldots,n\} gilt.

Umganssprachlich formuliert bedeutet dies, dass völlig unabhängig davon wie man sich der Stelle x0x_0 annähert, das Verhalten der Funktionswerte immer gleich ist. Hier ein Gegenbeispiel:

4.4.5Stetigkeit

Stetigkeit einer Funktion f:RRf:\bbR\to\bbR bedeutet anschaulich, dass man den Graph der Funktion ohne Absetzen mit einem Stift zeichnen kann, der Graph also beispielsweise keine Sprünge aufweist. Unbedingt zu beachten ist, dass Stetigkeit nur Aussagen zum Verhalten der Funktion in ihrem Definitionsbereich macht. Der Definitionsbereich selbst kann aber beispielsweise Lücken haben.

Unstetigkeitsstellen bei Funktionen einer reellen Veränderlichen sind im Wesentlichen entweder Polstellen (vgl. Funktion gg im Beispiel) oder Sprungstellen (links- und rechtsseitige Grenzwerte existieren, stimmen aber nicht beide mit dem Funktionswert überein). Für Funktionen mehrerer Veränderlicher ist die Klassifikation von Unstetigkeitsstellen nicht mehr so einfach machbar.

Der Begriff der Stetigkeit ist innerhalb der Mathematik von enormer Bedeutung, wird aber bei der täglich Arbeit im Kontext von Anwendungsproblemen nur am Rande direkt benötigt. Die Wichtigkeit des Begriffs resultiert aus der Tatsache, dass bei stetigen Funktionen der Funktionswert an einer Stelle auch Informationen über die Funktionswerte an benachbarten Stellen liefert. Insbesondere mit Blick auf den Computereinsatz, bei dem Funktionen stets nur an endlich vielen Stellen ausgewertet werden können, ist Stetigkeit eine Art Minimalforderung, um eine Chance auf brauchbare Resultate zu haben. Beispiele für das Auftreten des Stetigkeitsbegriffs in anwendungsbezogenen Situationen:

4.4.6Beispiele elementarer Funktionen

Elementare Funktionen und ihre Eigenschaften wurden im Rahmen der Schulmathematik behandelt. Deshalb verweisen wir zur Wiederholung auf das entsprechenden Kapitel von OMB+ und gehen hier nur auf einzelne Beispiele und Aspekte nochmal genauer ein:

4.4.6.1Polynome

Funktionen f:RRf:\bbR\to\bbR der Form

f(x)=anxn+an1xn1++a2x2+a1x+a0f(x)=a_n\,x^n+a_{n-1}\,x^{n-1}+\cdots+a_2\,x^2+a_1\,x+a_0

heißen Polynom. Dabei ist die gegebene Zahl nNn\in\bbN der Grad des Polynoms und die gegebenen n+1n+1 Zahlen a0,a1,,anRa_0,a_1,\ldots,a_n\in\bbR sind die Koeffizienten des Polynoms.

Jedes Polynom hat höchstens nn Nullstellen. Jeder Polynomnullstelle kann eine sogenannte Vielfachheit zugeordnet werden: Die Polynomnullstelle x0x_0 hat die Vielfachheit kNk\in\bbN, wenn man das Polynom in der Form

f(x)=(xx0)k(Polynom vom Grad nk)f(x)=(x-x_0)^k\,(\text{Polynom vom Grad $n-k$})

schreiben kann und kk die größte Zahl ist, die eine solche Darstellung erlaubt. Der Faktor xx0x-x_0 wird auch als Linearfaktor bezeichnet. Sind x1,,xmx_1,\ldots,x_m die Nullstellen des Polynoms ff und k1,,kmk_1,\ldots,k_m die zugehörigen Vielfachheiten, so gilt

f(x)=(xx1)k1(xxm)km(Polynom ohne Nullstellen).f(x)=(x-x_1)^{k_1}\cdots(x-x_m)^{k_m}\,(\text{Polynom ohne Nullstellen}).

4.4.6.2Lineare Funktionen mehrerer Veränderlicher

Funktionen f:RnRf:\bbR^n\to\bbR der Form

f(x1,,xn)=a1x1++anxnf(x_1,\ldots,x_n)=a_1\,x_1+\cdots+a_n\,x_n

heißen linear. Dabei sind a1,,anRa_1,\ldots,a_n\in\bbR gegebene Zahlen.

Für n=2n=2 ist der Graph einer linearen Funktion stets eine Ebene in R3\bbR^3. Für n>2n>2 bezeichnet man die Graphen linearer Funktionen als Hyperebenen (in Rn+1\bbR^{n+1}).

Lineare Funktionen werden aufgrund ihrer einfachen Struktur gern als näherungsweiser Ersatz für kompliziertere Funktionen verwendet.

4.4.6.3Trigonometrische Funktionen

Häufig benötigte Zahlen, deren direkte Erklärung zu viel Zeit benötigt, bekommen in der Mathematik üblicherweise einen Name. So benötigt man zu einem gegebenen Winkel z.B. sehr oft die Zahlen, die wir als Cosinus und Sinus des Winkels kennen. Cosinus und Sinus eines Winkels sind gerade die xx- bzw. yy-Koordinate des Punktes, der entsteht indem man die Entfernung 1 vom Koordinatenursprung aus entlang eines Strahls mit Winkel φ\varphi zur (positiven) xx-Achse zurücklegt.

Einheitskreis mit Cosinus und Sinus

Cosinus und Sinus geben die xx- und die yy-Koordinate eines Punktes auf dem Einheitskreis in Abhängigkeit des Winkels φ\varphi zwischen dem Strahl vom Ursprung durch den Punkt und der xx-Achse an.

Beträgt die Entfernung des Punktes nicht 1, sondern allgemeiner r>0r>0, so ergeben sich die Koordinaten als

x=rcosφ,y=rsinφ.{\begin{align} x=r\,\cos\varphi,\\ y=r\,\sin\varphi. \end{align}}

Die Darstellung eines Punktes in der Ebene durch Abstand r>0r>0 zum Ursprung und Winkel φ[0,2π)\varphi\in[0,2\,\pi) zur xx-Achse bezeichnet man als Polarkoordinaten-Darstellung des Punktes. Sie wird insbesondere in der Physik gern verwendet (Drehbewegungen und andere periodische Vorgänge), spielt aber beispielsweise auch in der Geodatenverarbeitung eine Rolle (diverse Kartenprojektionen, z.B. Azimuthalprojektionen).

Offensichtlich gilt stets

(sinφ)2+(cosφ)2=1(\sin\varphi)^2+(\cos\varphi)^2=1

(trigonometische Form des Satzes des Pythagoras).

Auf Basis von Cosinus und Sinus definiert man noch den Tangens

tanφ:=sinφcosφ\tan\varphi:=\frac{\sin\varphi}{\cos\varphi}

und den Cotangens

cotφ:=cosφsinφ.\cot\varphi:=\frac{\cos \varphi}{\sin\varphi}.
Einheitskreis mit Tangens und Cotangens

Tangens und Cotangens sind gerade der Anstieg des Strahls durch Ursprung und Punkt bzw. das Reziproke des Anstiegs.

Sinus und Cosinus können auch für Winkel außerhalb von [0,2π)[0,2\,\pi) bestimmt werden, indem der fragliche Winkel durch Verschiebung um Vielfache von 2π2\,\pi in den Bereich [0,2π)[0,2\,\pi) gebracht wird. Die so entstehende Sinusfunktion und die Cosinusfunktion sind auf ganz R\bbR definiert und haben beide den Wertebereich [1,1][-1,1].

Sinusfunktion und Cosinusfunktion sind nicht monoton auf [0,2π)[0,2\,\pi). Auf geeigneten Teilintervallen sind sie jedoch streng monoton, sodass dort eine Umkehrfunktion existiert. Mit arcsin\arcsin bezeichnet man die Umkehrfunktion der Sinusfunktion auf dem Intervall [π2,π2][-\frac{\pi}{2},\frac{\pi}{2}]. Die Umkehrfunktion der Cosinusfunktion auf dem Intervall [0,π][0,\pi] wird als arccos\arccos bezeichnet. Für den Tangens wiederum existiert eine Umkehrfunktion auf [π2,π2][-\frac{\pi}{2},\frac{\pi}{2}], die mit arctan\arctan bezeichnet wird. Eine Umkehrfunktion des Cotangens kann analog eingeführt werden, spielt aber nur sehr selten eine Rolle.

4.4.6.4Exponentialfunktion

Die Funktion

f:RR,f(x):=exf:\bbR\to\bbR,\quad f(x):=\rme^x

mit der Euler’schen Zahl e2.718\rme\approx2.718 wird als Exponentialfunktion bezeichnet. Sie taucht (meist unerwartet) in ganz vielen Situationen in praktisch allen Teilbereichen der Mathematik auf. Wir werden ihr insbesondere bei der Differentialrechnung und bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung begegnen.

Die Exponentialfunktion ist streng monoton wachsend und besitzt somit eine Umkehrfunktion. Diese wird als (natürliche) Logarithmusfunktion bezeichnet und mit dem Symbol ln\ln abgekürzt. Es gilt also stets

ln(ex)=xfu¨xRundelnx=xfu¨x>0.\ln(\rme^x)=x\quad\text{für }x\in\bbR\qquad\text{und}\qquad\rme^{\ln x}=x\quad\text{für }x>0.